Nein, eine weitestgehend unerforschte Insel, Terahertz Incognita, wurde zwar schon in der Mitte des letzten Jahrhunderts im spektralen Ozean erspäht, jedoch war das Anlanden aufwändig und kostenintensiv. Mittlerweile ist es Forschern gelungen, das Frequenzeiland zwischen 0,1 THz und 10 THz teilweise zu erkunden und dank immer leistungsfähigerer, kompakterer und kostengünstigerer Systembausteine mit ersten Anwendungen zu besiedeln.
Um diese Strahlung mit Wellenlängen im Submillimeterbereich zu erzeugen sowie nachzuweisen, müssen sich Entdecker aber sowohl in optischen als auch in elektronischen Gewässern auskennen. Je nach dem, von wo die Forscher ursprünglich aufgebrochen sind, sprechen sie deshalb auch von hochfrequenten Mikrowellen oder äußerst langwelligem Infrarot. Jedoch hilft nur die Symbiose beider Ansätze bei der Entdeckung der Vielzahl an wissenschaftlich-technischen Möglichkeiten, die sich auf der Terahertz-Insel am Horizont erstrecken.

Text: Steffen Wietzke
